Das war der 1. NGO Communication Summit

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Über 70 Personen haben sich am 21. Juni im ImpactHUB Vienna zum 1. NGO Communication Summit versammelt, um sich über aktuelle Themen in der Online Kommunikation auszutauschen. Der Fundraising Verband hatte dabei gemeinsam mit Stifter-helfen.at zahlreiche ExpertInnen eingeladen, die gezeigt haben, wie man Menschen zum Spenden motiviert und digitale Trends optimal nutzen kann.

Philipp Maderthaner, Gründer von Campaigning Bureau, gab einen kurzen Einblick zum Thema Mobilisierung im digitalen Zeitalter. Laut Maderthaner geht es heutzutage nicht mehr darum, wer mehr Ressourcen und die meisten Zugänge hat, sondern wer seine Sache am besten selbst organisieren kann. Digitale Vernetzung bedeutet, eine gewisse Selbstorganisationskraft erlangt  zu haben.

Doch wie motiviert man nun im Online-Zeitalter Menschen dazu zu spenden? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen halten, dass Menschen spenden, weil Überzeugungen und Einstellungen mit denen der Organisation übereinstimmen. Menschen kaufen aus Überzeugung und folgen ihren Einstellungen. Dabei gelten drei Schlüsselfaktoren, die Spender bewegen. Zum einen die Motivation zum Mitmachen, zum zweiten ein smarter Zugang zu Daten und drittens ein Verständnis dafür, was Menschen wirklich bewegt. 

Das Thema „Facebook weiß genau, wann du schläfst – und mit wem“ wurde von Thomas Thaler erörtert. Er hat den TeilnehmerInnen näher gebracht, dass auf der größten Social Media Plattform keinerlei Daten tatsächlich geschützt sind. Selbst wenn die Handynummer trotz Aufforderung nicht hinterlegt wird, kann man davon ausgehen, dass das Soziale Netzwerk auch ohne jegliches Einverständnis über die Telefonnummer jedes einzelnen Bescheid weiß. Aufgrund der großen Datenansammlung wäre es sinnvoll, nicht zielgruppenorientiert zu arbeiten, sondern einzelne Personen anzusprechen, also auf individualisierte Werbemaßnahmen umzusteigen.

Rege austauschen konnten sich die Teilnehmer zu den Themen WhatsApp, E-Mail Marketing, Storytelling, Online Spenden und Videos in der Unternehmenskommunikation, bevor Benedikt Glatzl schlaglichtartig  einen Überblick über die wichtigsten Trends und Zukunftsthemen im digitalen Zeitalter gab.

Digitalisierung ist kein Zukunftsthema mehr, wir sind bereits mitten drin. Wir als gemeinnützige Organisationen dürfen insbesondere in unserer Kommunikation Online-Kanäle nicht außer Acht lassen. Dass wir dabei unsere Aufgaben nicht mehr nebenher erledigen können, sondern diese zentral unser Handeln bestimmen, wird auch einen Wandel bei vielen unserer strategischen Ausrichtungen notwendig machen.